Informationen über das SBBZ Kornwestheim

70-80
Schüler
10
Lehrer
7
Klassen

Einzugsgebiet

Kornwestheim
Remseck
Pattonville

Schulordnung der Eugen-Bolz-Förderschule Kornwestheim

Unsere Schule ist ein Ort, an dem wir gemeinsam leben und lernen. Dabei kommen verschiedene Menschen zusammen. Sie haben die gleichen Rechte und Pflichten.

Lesen Sie hier die Schulordnung

Namensgeber

Eugen Anton Bolz (1881-1945)

Eugen Anton Bolz war ein deutscher Politiker der Zentrumspartei und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime.

Eugen Bolz wurde am 15. Dezember 1881, als 12. Kind einer katholischen Handwerkerfamilie, in Rottenburg am Neckar geboren. Von 1890 - 1895 besuchte er die Volksschule und Lateinschule (das heutige Eugen-Bolz-Gymnasium) in Rottenburg, von 1896 - 1900 besuchte er das Karlsgymnasium in Stuttgart. In den Jahren 1900-1905 studierte Eugen Bolz Jura in Tübingen, Bonn und Berlin. Im Anschluss an seine I. Höhere Justizdienstprüfung 1905 arbeitete er beim Amtsgericht Rottenburg. Nach der II. Höheren Justizdienstprüfung im Jahr 1909 wurde er Assessor bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart.

Bolz trat der katholischen Zentrumspartei bei und wurde schon 1912 Reichstag- und im Jahre 1913 württembergischer Landtagsabgeordneter. Dies war der Beginn einer beispiellosen Politikerkarriere.

Im Jahre 1919 wurde Eugen Bolz zum Justizminister der neuen Weimarer Republik berufen. Vier Jahre später bekleidete er schon das Amt des Innenministers. In den Jahren 1928 bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 war Eugen Bolz württembergischer Staatspräsident.

Schon Anfang 1933 warnte er vor den Gefahren des Nationalsozialismus. Eugen Bolz sah als einer von wenigen voraus was kommen würde. In einem Brief an seine Frau schreibt er: "Man kann sich die innere Entwicklung nicht schlimm genug vorstellen".

Im Zusammenhang mit der Zerschlagung des Föderalismus nach dem 30. Januar 1933 setzte eine Hetzkampagne der Nationalsozialisten gegen den Staatspräsidenten ein. Diese endete damit, dass Bolz im Juni 1933 in die sogenannte "Schutzhaft" auf dem Hohenasperg genommen wurde. Nach seiner Entlassung zog er sich nach Beuron bei Ulm zurück und wurde fortan er von der Gestapo überwacht.

1941 nahm Carl Goerdeler mit Eugen Bolz Kontakt auf und weihte ihn in die Pläne der Widerstandsbewegung gegen Hitler und die Nationalsozialisten ein. Im Falle eines Sturzes der Regierung sollte Bolz das Amt des Kultusministers übernehmen.

Nach dem Scheitern des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 wird Eugen Bolz erneut verhaftet und in Untersuchungshaft gesteckt. Mehrere Gnadengesuche, unter anderem durch seine Frau, bleiben erfolglos, da Hitler sich "am Feind rächen will". Am 21.12.44 wurde Eugen Bolz vom 1. Senat des sogenannten Volksgerichtshofes wegen "Aufforderung zum Hochverrat und Feindbegünstigung" zum Tode verurteilt.

Eugen Bolz wurde am 23. Januar 1945 mit acht weitern Männern hingerichtet.